Ersttrimester-Screening und Nackenfaltenmessung

Untersuchung genetischer Auffälligkeiten

Das Ersttrimesterscreening - auch FiTS = First-Trimester-Screening genannt - umfasst die Untersuchung des mütterlichen Bluts und die Nackenfaltenmessung. Bei der Blutuntersuchung bestimmen wir

  • das Hormon HCG (humanes Choriongonadotropin) und
  • PAPP-A (Pregnancy Associated Plasma Protein A).

Veränderte Werte können auf Störungen in der Erbinformation des Kindes hinweisen und unterstützen Sie bei der Entscheidung, ob sie weitere Tests wie eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen lassen möchten.

Bei der Nackenfaltenmessung (auch: Nackentransparenzmessung) untersuchen wir mit speziellen Ultraschallgeräten mit besonders hoher Auflösung die Nackendichte des Fötus und ermitteln daraus die statistische Wahrscheinlichkeit für eine Trisomie. Diese errechnet sich aus dem größten ermittelten Wert der Nackenfaltenmessung, der Länge vom Kopfmittelpunkt bis zum Steißbein (Scheitel-Steiß-Länge) sowie dem Alter der Schwangeren.

Die Methode beruht auf der Erkenntnis, dass Föten mit Trisomien (Down-Syndrom, Trisomie 13 und Trisomie 18) in den meisten Fällen einen dickeren Nacken haben als gesunde Babys. Ein auffälliger Befund bei der Nackenfaltenmessung bedeutet jedoch nicht zwingend eine Fehlentwicklung des Ungeborenen: Es gibt auch viele gesunde Embryos mit einer erhöhten Nackendichte.

Wir führen das Ersttrimesterscreening in unserer Praxis in Fellbach zwischen der 12. und 14. Schwangerschaftswoche (SSW 11 + 0 bis 13 + 6) durch. Da die Nackenfaltenmessung per Ultraschall erfolgt und die Blutabnahme auch unkritisch ist, birgt das Ersttrimesterscreening kein Risiko für Mutter oder Kind.

Die Nackenfaltenmessung gehört wie auch der bereits etablierte Bluttest des Ersttrimester-Screenings nicht zur regulären Schwangerschaftsvorsorge, sondern ist eine Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL), die privat gezahlt werden muss.